Hormonelle Akne – Eine picklige Angelegenheit


gif

Fast jede:r von uns kennt es: Man hat einen wichtigen Tag oder wacht einfach mal mit guter Laune auf. Dann der Blick in den Spiegel, wo uns fette Pickel entgegen starren. Der Kalender bestätigt es: Die Periode ist im Anmarsch. Neben der Blutung, den Krämpfen und den Heißhungerattacken sind Hautunreinheiten eine weitere unerwünschte Begleiterscheinung unserer Menstruation.


Was sind die Ursachen für hormonelle Akne?


Hormonelle Akne kann durch Hormonschwankungen während dem Zyklus hervorgerufen werden. Im Verlauf unseres Menstruationszyklus verändert sich in unseren Körpern nämlich so einiges. Wenn ihr euch mehr für die verschiedenen Phasen des Zyklus interessiert, könnt ihr euch diesen Blog-Post von uns durchlesen:


Die beiden Hormone, die hinter hormoneller Akne stecken, sind Östrogen und Testosteron. Üblicherweise 7-10 Tage vor der Periode, während der Lutealphase, sinkt der Anteil von Östrogen in unserem Körper, während unser Testosteronspiegel sich nicht wirklich verändert. Durch diese Unausgeglichenheit wird die Produktion der Talgdrüsen angekurbelt und es entsteht mehr Talg als zu jeder anderen Phase des Zyklus. Das überschüssige Talg kann die Poren verstopfen. Dadurch entstehen fettige Haut und Unreinheiten. Als ob das nicht schon schlimm genug wäre haben viele Menstruierende in dieser Zeit durch die Hormonumstellung mit PMS (prämenstruelles Syndrom) zu kämpfen.


Hormonelle Akne kommt jedoch nicht nur während der Menstruation vor. Oft tritt sie auch während der Pubertät, den Wechseljahren und Schwangerschaften vermehrt auf.


Was ihr gegen hormonelle Akne tun könnt:


Komplett vermeiden kann man hormonelle Akne leider nicht, jedoch gibt es einige Methoden, die gegen die Unreinheiten wirken können. Am Besten sollte man sich jedoch zunächst dermatologisch beraten lassen.

Gynäkolog:innen und Hautärzt:innen können gegen Unreinheiten, die durch die Menstruation hervorgerufen werden, hormonelle Verhütungsmethoden verschreiben. Hierbei wird der Hormonhaushalt durch die Verhütungsmittel geregelt und somit extreme Auswirkung auf die Haut verhindert. Jedoch hat diese Methoden einige andere Nebenwirkungen und es kann auch passieren, dass nach Absetzen der Verhütungsmethode, die Haut wieder ausschlägt, da der Hormonhaushalt sich natürlich wieder einstellen muss. Vor- und Nachteile hormoneller Verhütung und ob sie für Euch infrage kommt, könnt ihr hier erfahren:


Auch die Art und Weise wie wir uns ernähren kann einen Effekt auf unsere Haut haben. Ein hoher Blutzuckerspiegel und Nikotin im Körper können die Talgproduktion ankurbeln. Süßigkeiten und Junk-Food, sowie übermäßiger Konsum von Alkohol und Nikotin sollten daher vermieden werden. Auch tierische Lebensmittel, wie Kuhmilch, können für Unreinheiten sorgen. Milch enthält nämlich Androgene, die die männlichen Hormone im Körper stimulieren. Das wirkt sich auf die Talgproduktion unserer Haut aus. Alternativ gibt es aber mittlerweile tolle Pflanzenmilch in jedem Supermarkt zu kaufen. Einfach mal ausprobieren!


Eine gesunde und ausgewogene Ernährung kann einiges bewirken. Lebensmittel, die Zink enthalten, können der übermäßigen Talgproduktion entgegensteuern. Auch eine ausreichende Seleneinnahme ist wichtig, da Selen die Hautzellen schützt und zu ihrer Erneuerung beiträgt. Vitamin H, auch Biotin genannt, fördert ebenfalls die Zellbildung neuer Hautzellen. Zu Biotin-haltigen Lebensmittel zählen beispielsweise Spinat und Champignons. Obst und Gemüse mit hohem Vitamin A und C Gehalt, wie etwa Brokkoli, Süßkartoffel und Zitrusfrüchte, lassen die Haut schneller verheilen.


Ganz wichtig ist auch: ausreichend trinken! Wasser transportiert nicht nur Sauerstoff und Nährstoffe zu den Organen hin, sondern auch Schadstoffe aus dem Körper hinaus. Somit hält uns Wasser nicht nur am Leben, sondern hat zusätzlich eine reinigende Funktion. Gelegentlich Kamillen und Grünen Tee zu trinken, hilft ebenfalls bei der ausreichenden Wasserversorgung des Körpers und wirkt beruhigend.


Und natürlich: Wegen der überschüssigen Talgproduktion sollte das Gesicht regelmäßig sanft gereinigt werden. Bei Reinigungsprodukten und Gesichtswasser sollte darauf geachtet werden, dass keine aggressiven chemischen Mittel verwendet werden, die die Haut austrocknen und reizen. Auch Mineralöle können die Poren verstopfen und daher eher kontraproduktiv sein. Sanfte Gesichtsmasken und Dampfbäder können dagegen beruhigend auf die Haut wirken. Unser absoluter Favorit für eine entspannte Haut und gegen Stress:



Im Endeffekt gilt: Jede Haut ist unterschiedlich und es gibt kein Allheilmittel gegen hormonelle Akne. Mit etwas Herumprobieren merkt Ihr bestimmt selbst welche Art von Ernährung oder Produkten gut für euch sind. Ihr selbst könnt am besten entscheiden was eurer Haut gut tut und was nicht. Verlasst euch auf euren Instinkt!


Unser wichtigster Tipp:

Selbstbewusstsein ist Alles!


Auch wenn hormonelle Akne störend oder sogar in extremen Fällen schmerzhaft sein kann, ist es dennoch per-se nichts Schlimmes. Jeder hatte schon einmal im Leben Unreinheiten, sogar Superstars und Topmodels! (Auch wenn es die retuschierten Aufnahmen auf Magazin-Covers oder auf Instagram nicht vermuten lassen.) Schlechte Haut ist nichts, für das man sich schämen muss und zieht nicht von Eurem Wert ab. Egal ob mit oder ohne hormonelle Akne: Ihr seid wunderschön und keine fiesen Unreinheiten können euch das so einfach nehmen.






https://beauty-report.de/gesicht/mitesser-pickel/hormonelle-akne

https://praxistipps.focus.de/pickel-vor-periode-diesen-einfluss-haben-hormone-auf-die-haut_124102

https://www.hautverliebt.de/hormonelle-akne/

https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Milchtrinker-haben-ein-erhoehtes-Akne-Risiko-308313.html

https://praxistipps.focus.de/lebensmittel-gegen-pickel-die-5-besten-tipps-und-tricks_114822

https://www.netdoktor.de/laborwerte/selen/

https://gesundleben.asklepios.com/gesund-leben/ernaehrung-fitness/wasser-trinken/

26 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen